Der Live Music Fund Germany gewinnt an Fahrt – und er erhält prominente Unterstützung aus der gesamten Musik- und Kulturbranche. Künstler wie Klaus Meine (Scorpions), Roland Kaiser und Christopher Annen (AnnenMayKantereit & Vorstand PRO MUSIK), dazu Institutionen wie der Deutsche Musikrat und der Olympiapark München: Sie alle teilen eine gemeinsame Haltung.
Wenn wir die Vielfalt von morgen erhalten wollen, müssen wir heute handeln.
Was sich in den öffentlichen Debatten der vergangenen Jahre angedeutet hat, zeigt sich nun deutlich: Die Grundlage der Livekultur – kleine Clubs, regionale Bühnen, Orte für ersten Applaus und frühe Experimente – steht unter Druck. Steigende Kosten, fehlende Planungssicherheit und ungleiche Marktbedingungen bringen jene Spielstätten ins Wanken, die für Generationen von Künstler:innen entscheidend waren.
Warum prominente Stimmen jetzt laut werden
In ihren Videostatements erinnern viele Unterstützer:innen daran, wie ihre eigenen Wege begonnen haben.
Für Klaus Meine waren es „kleine Clubs mit 50 Leuten, Schweiß an der Decke und dem Gefühl: Heute Abend rocken wir das Ding.“
Roland Kaiser verweist darauf, dass Livekultur nicht in Arenen entsteht, sondern dort, „wo Künstlerinnen und Künstler ihre Karrieren beginnen.“
Und Christopher Annen beschreibt diese Orte als „zentrale Räume, in denen wir uns unser Publikum überhaupt erst erspielt haben.“
Auch Verbände und Institutionen betonen die strukturelle Bedeutung des Fonds.
Antje Valentin vom Deutschen Musikrat erinnert daran, dass Livemusik Bühnen unterschiedlicher Größe braucht – und diese Bühnen wiederum Unterstützung.
Marion Schöne, Geschäftsführerin des Olympiaparks München, unterstreicht die Notwendigkeit von Solidarität: „Kaum jemand schafft sofort den Sprung auf die große Bühne.“
Ihre gemeinsame Botschaft ist klar: Die Branche ist bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Der Live Music Fund Germany – ein Modell aus der Branche für die Branche
Der Live Music Fund ist ein solidarisches Modell, das ab 1. Januar 2026 startet. Über einen freiwilligen Beitrag beim Ticketkauf – den Live-Euro – fließen Mittel aus großen Produktionen zurück an jene Orte, die am meisten Unterstützung benötigen.
Die Verteilung folgt drei klaren Säulen:
- Clubförderung – Stärkung kleiner unabhängiger Spielstätten
- Newcomer:innenförderung – Unterstützung von Ersttourneen
- Projekte & Perspektiven – Inklusion, Nachhaltigkeit, Ausbildung & Sichtbarkeit
Diese Mittel ergänzen vorhandene Förderstrukturen, wirken jedoch deutlich schneller, direkter und niedrigschwellig.
Oder wie es Initiator Felix Grädler formuliert:
„Wir verlieren Veranstaltungsorte unwiederbringlich. Jetzt ist der Moment gegenzusteuern.“
Ein kollektives Investment in die Zukunft
Die Wucht der prominenten Unterstützung zeigt: Der Live Music Fund ist mehr als ein technisches Modell, er ist ein kulturelles Commitment. Ein gemeinsames Verständnis davon, dass Vielfalt nicht von selbst entsteht und dass Nachwuchs nicht auf großen Bühnen geboren wird.
Mit der Veröffentlichung der prominenten Stimmen startet nun auch der nächste Schritt:
Der Letter of Intent kann ab sofort online gezeichnet werden. Damit erhalten Clubs, Newcomer:innen und nachhaltigeProjekte künftig genau die Unterstützung, die sie brauchen, um weiterhin Orte für musikalische Zukunft zu sein.
Hier geht’s direkt zum Letter of Intent: www.livemusicfund.de/jetzt-unterstuetzen
Weitere Unterstützer:innen und Stimmen von Gründungspartner:innen finden sich in diesem Video auf Instagram, LinkedIn oder in einer langen Version hier.
